Section 7: The Morpheusz Gallery
Section 7: The Morpheusz Gallery
The Morpheusz Gallery is more than a physical location; it is a curatorial concept devoted to transformation, metamorphosis, and artistic reflection—true to the spirit of its namesake, Morpheus, the god of dreams. Section 7 thus becomes not merely a room, but a framework where contemporary art engages in dialogue with historical architecture.
A Castle of Many Lives
The Podmaniczky–Széchényi Castle was built in the late 18th century by Podmaniczky II. Sándor and his wife Wartensleben Klára. It rose on the foundations of a former agricultural building and was connected to the so-called “Sándor Wing” of the older family estate. The architecture blends baroque grandeur with classical and Copf-style elements, reflecting the aesthetic preferences and representational ambitions of the aristocracy of the time.
Over the centuries, the castle has served many purposes. From 1891, it housed an institute for girls’ education; after World War II, it became a school and boarding facility. Since 1990, it has been under state ownership. Its current use as a cultural venue represents an act of reclamation—transforming a space once dedicated to education and aristocratic representation into a stage for contemporary art.
Section 7 stands as a vivid example of this transformation: a space that does not merely preserve history, but actively engages it—inviting the past into conversation with the present.
Zur Ausstellung „Sör és kenyér“ im Podmaniczky-Schloss, Aszód (19.–24. August 2025)
In einer Zeit, in der das Alltägliche oft übersehen wird, gelingt der Ausstellung „Sör és kenyér“ – Bier und Brot – ein bemerkenswerter Kunstgriff: Sie erhebt das Gewöhnliche zum Gegenstand ästhetischer Reflexion. Vom 19. bis 24. August 2025 verwandelt sich Abschnitt 7 der Morpheusz-Galerie im Podmaniczky-Schloss in Aszód in ein Labor für künstlerische Transformation, kuratiert von Sz. Jánosi Erzsébet.
Der Titel der Ausstellung ist mehr als ein folkloristisches Augenzwinkern. „Bier und Brot“ steht hier als poetische Metapher für die Spannung zwischen materieller Existenz und geistiger Nahrung – ein Thema, das in der zeitgenössischen Kunst zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Werke, die in diesem Rahmen gezeigt werden, oszillieren zwischen dokumentarischer Direktheit und konzeptueller Tiefe. Sie greifen das Alltägliche auf, um es zu dekonstruieren, zu verfremden und neu zu kontextualisieren.
Ein kuratorisches Statement
Die Handschrift von Sz. Jánosi Erzsébet ist deutlich spürbar: Ihre Auswahl der Werke zeigt ein feines Gespür für die Schnittstellen zwischen lokaler Identität und globaler Kunstsprache. Unterstützt vom Team des Integrierten Kulturinstituts Aszód (AIKI) und flankiert von Institutionen wie der Ungarischen Elektrografischen Gesellschaft, gelingt ihr eine Ausstellung, die nicht nur visuell überzeugt, sondern auch intellektuell fordert.
Abschnitt 7 der Morpheusz-Galerie ist mehr als ein Ausstellungsraum – er ist ein kuratorisches Konzept. Die historische Architektur des Schlosses, das einst aristokratische Repräsentation und später Bildung beherbergte, wird hier zum Resonanzkörper für zeitgenössische Kunst. Die Wahl dieses Ortes ist ein Statement: Geschichte wird nicht konserviert, sondern aktiviert. Die Morpheusz-Galerie – benannt nach dem Gott der Träume – steht für Wandel und Metamorphose. In diesem Geist begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart, Alltag und Kunst, Brot und Bier.
Die Kunstzeitschrift Spanyolnátha begleitet die Ausstellung fotografisch und publizistisch. Damit wird „Sör és kenyér“ nicht nur lokal erfahrbar, sondern auch Teil eines größeren kunstkritischen Diskurses. Die digitale Präsenz auf www.spanyolnatha.hu sichert der Ausstellung eine nachhaltige Sichtbarkeit über ihre Laufzeit hinaus.
„Sör és kenyér“ ist keine Ausstellung im klassischen Sinne – sie ist ein kuratorischer Essay, ein visuelles Gedicht über das Leben, das Denken und das Sehen. Sie fordert uns auf, das Gewöhnliche neu zu betrachten und darin das Außergewöhnliche zu entdecken. In einer Welt, die sich oft in Spektakel verliert, erinnert uns diese Ausstellung daran, dass Kunst auch im Einfachen wohnen kann.
ARTIST: Abakóvics Péter, Alexandru Jakabházi, Andrei Alecsandru Pantea, Antal Lux, Bánfi József, Bányay Anna, Barti Magdolna, Beaty Czető, Birgitta Volz, Biró Ildikó, Biró József, Bornemisza Rozi, Budaházi Tibor, Buglyó István József, C. Humel, Chevalier Daniel C. Boyer, Csintalan András, Czimada István, Danka Attila, Deák-Zelena Veronika, Fábián-Dobrián Fatime, Fabrizio Pavolucci, Fazekas Balogh, Fülöp József, Fülek Krisztina, Fülek Veronika, Galántai György, Ghyczy György, Giovanni und Renata StraDada, Goran Dimek, Hanna Stanislawska, Haász Ágnes, Horst Tress, Horváth Piroska, Horváth Tamás, Hugo Pontes, Jacsó Pál, Janisch Kornélia, Janisch Nell, Juan Fran Núñez Parreño, Judit Zirczi, Juhász Dorina, Juraj Jonke, Kádár Katalin, Karoly Balajti, Kartali Zsuzsanna, Keiichi Nakamura, Kecskés Péter, Kiss Ilona, Kiss Katalin, Kun Marcellka, Kutasi Kovács László, Lars Schumacher, Lengyel Zsuzsanna, Lisztely Endre, Lutz Beeke, Marcel Heisig, Márta István, Massimo Conti, Melanie Baries, Michelangelo Mayo, Mirta Caccaro, Ovidiu Petca, Pálasti Erzsébet, Páz Csaba, Pázmány Péter, Pedro Bericat, Pedro Gonzalves Garcia, Pittmann Zsófi, Radoslav Rochallyi, Renata Danicek, Réti Ágnes, Rittiner & Gomez, Roberto Scala, Roman Golub, Ruggero Maggi, Ryosuke Cohen, Sabela Baña, Simon Warren, Stephen Tomasko, Suely Castro Mello, Susan Gold, Suzilee Ibrahim, Szentgyörgyi Erika, Sz. Jánosi Erzsébet, Szamos Iván, Szarka Hajnalka, Szenteghyő Gábor, Szolláth Katalin, Szőnyi Krisztina, Szűcs Barbara Eszter, Takács Beáta, The Wasted Angel, Tofu, Toan Vinh La, Tóth Sarolta, Tűrődloff (Remsey Benjamin), Üveges Tamás, Uwe Höfig, Veress Jázmin, Veszel Jázlog, Vittore Baroni, Wolfgang Günter, Zlatko Krstevski, Zsubori Ervin, Zdenka Starčević, _guroga


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